Onlineshop eröffnet

Honigbienen

Honigbiene beim sammeln von Nektar auf einer Herbstaster.
Honigbiene beim sammeln von Nektar auf einer Herbstaster.

 

Wenn umgangssprachlich von Bienen oder Honigbienen gesprochen wird, sind fast ausschließlich europäische Rassen der inzwischen weltweit in der Imkerei gehaltenen Westlichen Honigbiene gemeint. In vielen asiatischen Ländern wird aber auch noch die dort ursprünglich vorkommende Östliche Honigbiene in einfachen Klotzbeuten oder Höhlungen von Mauern gehalten. Zudem werden wild lebende Arten, vor allem die Riesenhonigbiene und die Zwerghonigbiene, in bescheidenem Umfang zur Honiggewinnung genutzt – dies wird als Honigjagd (honey hunting) bezeichnet.

Beuten

Dadantbeuten mit aufgesetzten Honigräumen
Dadantbeuten mit aufgesetzten Honigräumen

Die heute gängige Betriebsweisen ist das Imkern mit Magazin-Beuten (siehe Foto), die ohne weiteren Schutz frei im Gelände aufgestellt werden können. Da Magazine nur von oben bearbeitet werden können, ist die Magazin-Beute eine Oberbehandlungsbeute. Die Weltimkerei arbeitet heute nur noch in Magazinbeuten. In Deutschland gibt es innerhalb der Magazinimkerei eine Teilung in Nord und Süd. Während im Norden überwiegend die in der Imkerschule Bad Segeberg entwickelten Segeberger Beuten aus Kunststoff (Hart-Schaumpolystyrol) zum Einsatz kommen, sind im Süden eher Magazinbeuten aus Holz verbreitet. Der Trend zum Magazin kam in den 1970er Jahren auf. Zuvor gab es deutschlandweit hauptsächlich hölzerne Hinterbehandlungsbeuten, die in Bienenhäusern aufgestellt waren. Diese Beuten- und Aufstellungsart (auch in Bienenwagen) war im Osten Deutschlands in der DDR mehrheitlich bis zur Wende 1989 üblich. Die hier abgebildeten Beuten sind im Dadantmaß erstellt.

Honig

Frisch abgefüllter Honig.
Frisch abgefüllter Honig.

Honig ist ein von Honigbienen zur eigenen Nahrungsvorsorge erzeugtes und vom Menschen genutztes Lebensmittel aus dem Nektar von Blüten oder den zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukten verschiedener Insekten, dem sogenannten Honigtau.

Honig besteht aus etwa 200 verschiedenen Inhaltsstoffen. Die Zusammensetzung kann je nach Honigsorte sehr unterschiedlich sein. Die mengenmäßig wichtigsten Inhaltsstoffe sind Fruchtzucker (27 bis 44 %), Traubenzucker (22 bis 41 %) und Wasser (ca. 18 %). Weitere typische Inhaltsstoffe sind andere Zuckerarten, Pollen, Mineralstoffe, Proteine, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine, Farb- und Aromastoffe. Honig kann flüssig oder auch fest (kristallisiert) sein. Das hängt hauptsächlich von dem Verhältnis der beiden Einfachzucker Frucht- und Traubenzucker zueinander ab, aber auch davon, wie der Honig weiterverarbeitet und gelagert wird.

Wachs

Kerzen selbst hergestellt.
Kerzen selbst hergestellt.

Bienenwachs (latein Cera Flava = gelbes Wachs) ist ein von Honigbienen abgesondertes Wachs, das von ihnen zum Bau der Bienenwaben genutzt wird.

Eine Bienenwabe ist ein von den Honigbienen aus Bienenwachs errichtetes Wabengebilde mit sechseckigen Zellen. Sie dienen zur Aufzucht von Larven und zur Lagerung von Honig und Pollen. Das Wachs der Wabe produzieren die Bienen mit den Wachsdrüsen ihres Körpers.

Bei 62 bis 65 °C wird Bienenwachs flüssig und kann so von den Fasern eines Kerzendochtes aufgenommen werden, wo es durch den Kontakt mit dem Sauerstoff aus der Luft unter Licht- und Wärmeabgabe verbrennt. Als Ausgangsmaterial für die Kerzenherstellung wurde es weitgehend vom preiswerten Stearin und Paraffin verdrängt.

Der Lebensmittelzusatzstoff „Bienenwachs“ trägt die Bezeichnung E 901.

Wußten Sie,

  • dass ein Bienenvolk aus ca. 50.000 Bienen besteht.
  • dass für ein Glas Honig ca. 40.000 Sammelflüge notwendig sind
  • und dass dabei je nach Blüte zwischen 2 und 7 Millionen Blüten besucht werden.
  • dass für ein Glas Honig eine Flugstrecke von ca. 120.000 km zurückgelegt werden muß.
  • dass eine Biene ca. 25-30 km/h schnell fliegen kann.
  • dass eine Königin vom Frühjahr bis in den Spätsommer ca. 2000 Eier täglich legt. Das entspricht in etwa ihrem Körpergewicht.
  • dass die Lebenserwartung einer Königin bei 3 - 5 Jahren liegt.
  • dass eine Arbeiterin im Sommer nur ca. 6 Wochen alt wird, während sie im Winter ca. 6 Monate überlebt.
  • dass wir in Deutschland jährlich ca. 100.000 t Honig verbrauchen aber nur ca 25% von heimischen Imkern geerntet wird.
  • dass Drohnen keinen Stachel haben.

„Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr …“

           Albert Einstein